Monatswanderung Januar- blauer Himmel und Sonnenschein

Sturmtief Friederike tobt ums Haus. Überhaupt ist das Wetter seit Tagen recht unerfreulich, ungemütlich, klamm, mit Regen und Matsch. Das ist kein Winter, nicht einmal verspätetes November- oder verfrühtes Aprilwetter. Irgendwie ist das gar nichts, alles in allem eher eine Kriegserklärung als Wetter. Was sich uns aber am vergangenen Sonntag zur ersten Monatswanderung des Jahres bot, war Balsam für die Seele. Blauer Himmel und Sonnenschein begrüßte uns am Morgen. Da machte es wenig aus, dass es nur knapp über Null Grad war.

Rund 30 Wanderer, darunter viele neue Gesichter und ein Hund finden sich an der Biosphäre im Volkspark ein. Zunächst versuchen wir, unserer Bürgerpflicht nachzukommen und an den Parkeintrittsautomaten unseren Obolus zu entrichten. Nach wenigen Münzen machen die Automaten im wahrsten Sinne des Wortes dicht. Nichts geht mehr. Nun gut, wir haben unser Bestes gegeben.

Allee in der Bornimer Feldflur
Allee in der Bornimer Feldflur

Auf geht es zügigen Schrittes durch den Volkspark in Richtung Bornimer Feldflur, welche Hermann Sello ab 1844 gestaltete. Sie empfängt uns für die Wintermonate erstaunlich grün. Kein Wölkchen trübt die weite Sicht über die Felder.
Am Institut für Agrartechnik und Bioökonomie in Bornim machen wir Halt. Dieser Standort hat eine lange Geschichte und, wie kann es in unserer Gegend anders sein, königliche Wurzeln.
Der Große Kurfürst ließ sich hier bereits im 17. Jahrhundert ein Lustschlösschen bauen. Das verfiel jedoch recht bald. Seit 1844 existiert hier Landwirtschaft. König Friedrich Wilhelm IV beauftragte Friedrich Ludwig Persius ein Gut zu errichten. Von der Villa im italienischen Stil stehen heute leider nur noch der Turm und eine Scheune.

Persiusturm am ATB Bornim (Foto: Angela Schoubye)
Persiusturm am ATB Bornim (Foto: Angela Schoubye)

In einem kleinen Waldstück finden wir, allen Stürmen sei Dank, einen umgestürzten Baum, der uns als einzige Sitzgelegenheit weit und breit Platz für eine Rast bietet.

am Sacrow-Paretzer Kanal
am Sacrow-Paretzer Kanal

Am Tiroler Graben und dem Sacrow-Paretzer Kanal geht es weiter. Dann müssen wir kurz die Luft anhalten. Wir passieren das Klärwerk. Nun gut, diese „Landluft“ passt in die Umgebung.
Der Weg zurück führt uns wieder über eine der geraden Alleen durch die Feldflur. Wieder im Volkspark angekommen, finden wir Einlass in die Jurten des Nomadenlandes.

Nomadenland im Volkspark
Nomadenland im Volkspark

Wir verzichten jedoch auf die warme Stube und genießen noch ein paar Sonnenstrahlen und heizen uns mit Glühwein ein.
Ein wirklich wunderschöner Tag und gelungener Auftakt in das Wanderjahr 2018. So kann es gerne weiter gehen.

Collage von Helga Koch
Collage von Helga Koch