4. Potsdamer Wanderwochenende – Eine kleine Nachlese

Vom 21. bis 23. April 2017 fand zum 4. Mal unser Potsdamer Wanderwochenende statt.
Wie auch in den vergangenen Jahren bezogen wir im idyllisch gelegenen Waldhaus auf dem Großen Ravensberg unser Quartier. Das vom Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V. betriebene Gelände gehörte uns für dieses Wochenende ganz allein. Wir teilten es nur mit den im Waldhaus lebenden Tieren der Wildtierauffangstation.
Am Freitagnachmittag trudelten so nach und nach die insgesamt neun Teilnehmer ein und ergriffen von den kleinen Holzhütten Besitz.

Holzhütten im Waldhaus
Holzhütten im Waldhaus

Nach einem ersten Kennenlernen und gemeinsamen Abendessen am Lagerfeuer begaben wir uns bei Anbruch der Dämmerung auf eine kleine Nachtwanderung. Unser Spaziergang führte uns ohne Stirn- oder Taschenlampe durch den abendlichen Wald. Alle Sinne waren gefordert. Am Teufelssee legten wir einen kleinen Stopp ein. Sascha erzählte die Sage vom Teufelssee, woraufhin wir beschlossen, den Teufel nicht herauszufordern. Zum Glück war es ohnehin keine Vollmondnacht.
Der Abend klang bei Bier und Wein und vielen Gesprächen gemütlich am Lagerfeuer aus.

Für den Samstag stand eine Tagestour auf dem Programm. Nach einer recht frostigen Nacht und schönem Sonnenaufgang frühstückten wir im Freien und marschierten Punkt neun Uhr zum Bahnhof Rehbrücke. Mit der Regionalbahn fuhren wir bis Seddin. Dort starteten wir unsere Wanderung. Sie stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Natur. Über den Wietkieckenberg mit Aussichtsturm und Mittelgebirgsfeeling führte sie an den Lienewitzseen entlang durch Wald und Feuchtgebiete nach Caputh.

Totholz
Totholz
Am Lienewitzsee
Am Lienewitzsee
Kirche in Caputh
Kirche in Caputh

Wir sahen uns die Kirche und das Schloss an und kehrten in das kleine gemütliche „Cafe Barock“ ein. Hier gibt es diverse ausgefallene Kaffee- und Trinkschokoladekreationen und leckeren hausgemachten Kuchen.
Frisch gestärkt und bei bester Laune liefen wir an Einsteins Sommerhaus vorbei, suchten und fanden noch einige Geocaches und folgten dem Hochuferweg bis zur Braumanufaktur „Forsthaus Templin“.

Aufstieg zum Hochuferweg
Hochuferweg

Bei süffigem Bier und anderen Getränken entdeckten wir hier einen Kunstautomaten, aus dem sich am Ende fast jeder von uns ein kleines Kunstwerk zog. Auf dem Hof konnten sich die Kinder unter uns noch etwas austoben.

Der Spaß kam nicht zu kurz
Der Spaß kam nicht zu kurz

Dann ging es auf die letzten vier Kilometer zurück zum Waldhaus. Hier wartete schon ein deftiger Wildgulasch, den wir uns ums Lagerfeuer sitzend, munden ließen.

Für das leibliche Wohl war gesorgt.
Für das leibliche Wohl war gesorgt.

Auch diesen Abend verbrachten wir bis spät in die Nacht am Feuer. Die gelegentlichen Schauer und die Kälte schadeten der guten Laune nicht.
Rechtschaffen müde sanken wir schließlich in unsere Betten.

Entdeckungen am Rande
Entdeckungen am Rande

Für den Sonntag war ausschlafen angedacht. Selbst die Frühaufsteher unter uns ließen sich das nicht nehmen.
Der Sonntagmorgen war besonders kalt und so beschlossen wir, im Haupthaus lange und gemütlich zu frühstücken. Da für den Vormittag kein festes Programm geplant war, entwickelte sich eine interessante lebhafte Diskussionsrunde, an der auch unser Nesthäkchen Nele mit beachtlichen Einwürfen regen Anteil nahm.

Naturentdeckungen im und um's Waldhaus
Naturentdeckungen im und um’s Waldhaus

Zum Mittagessen wurden wir auf dem Falkenhof erwartet. Hier nahmen wir in der heimeligen Jagdhütte Platz und wärmten uns am wohligen Feuer des Kaminofens auf.
Als krönenden Abschluss erlebten wir die wunderschöne Greifvogelflugshow, die an diesem Tag mit einigen kleinen Extras gespickt war.

Weißkopfseeadler Dakota
Weißkopfseeadler Dakota

Ein großartiges Wochenende in toller Gemeinschaft ging viel zu schnell zu Ende. So manchem kam es wie ein kleiner Urlaub vor.
Auch wir haben es sehr genossen und bedanken uns bei allen Teilnehmern für das schöne Miteinander.